Die acht Eigenschaften von gutem Geld  

  • Langlebigkeit: Dein Gut sollte nicht verderben können. Zusätzlich sollte es (wenn möglich) nicht oder schwer zerstörbar sein.
  • Mobilität: Du solltest deinen Wertspeicher leicht transportieren können. Außerdem sollte dieser kompakt sein, damit du ihn leicht einlagern kannst. (Eine Kuh ist schwer zu transportieren und verbraucht viel Platz beim Einlagern. Ein Goldbarren ist kompakter und kann besser transportiert und eingelagert werden.)
  • Fungibilität (= Austauschbarkeit): Eine Einheit deines Wertspeichers sollte einer anderen Einheit des gleichen Guts entsprechen oder ineinander austauschbar sein.
  • Überprüfbarkeit (=Verifizierbar): Deinen Wertspeicher musst du leicht identifizieren können. Mit einer Überprüfung solltest du das Gut schnell als authentisch verifizieren können.
  • Teilbarkeit: Ein guter Wertspeicher ist leicht teilbar. Du solltest ihn in möglichst kleine Stücke aufspalten können.
  • Seltenheit: Dein Wertspeicher sollte kostbar und fälschungssicher sein. Er sollte ein rares Gut darstellen, welches nicht oft auf dieser Welt existiert.
  • Lange Historie: Dein Gut sollte bereits lange von der Gesellschaft als wertvoll angesehen werden. Mit einer langen Historie wächst das Vertrauen in der Gesellschaft in den Wertspeicher.
  • Zensurresistenz: Wie schwer ist es für einen Staat oder ein Unternehmen an dein Gut zu kommen? Dies ist die neuste der acht Eigenschaften, die einen guten Wertspeicher ausmachen. Mit dem Aufkommen von einer immer mehr digitalisierten Welt, folgt eine immer größere Überwachung. Daher benötigst du in der heutigen Gesellschaft zusätzlich ein zensurresistentes Gut.

Welches Problem löst Bitcoin? 

Bitcoin wurde erschaffen, um eine sichere, freie, nicht manipulierbare und nicht zensierbare Alternative zu den bestehenden Geldsystemen dieser Welt zu bieten.
Durch individuelle und umweltbedingte Faktoren sind ca. 38% der erwachsenen Weltbevölkerung ohne Zugang zum Banken- bzw. Finanzsystem.
Heutige Geldsysteme (z.B. der Euro oder Dollar) können durch Zentralbanken beliebig manipuliert und Geldtransfers durch Geschäftsbanken zensiert werden („Sie dürfen diese Überweisung nicht tätigen“).
Das Problem welches durch das Bitcoin-Netzwerk nämlich primär gelöst wird, ist das Problem der digitalen Knappheit

Wie viele Bitcoins gibt es?

Bitcoin (BTC) ist im Vergleich zum Fiatgeld, wie zum Beispiel Euro, Schweizer Franken oder dem US-Dollar, in seine Begrenzung auf knapp 21 Millionen Stück (genau: 20.999.999,9769 BTC) im Quellcode festgelegt. Die Menge kann nicht verändert werden. Der letzte Bitcoin wird womöglich 2140 geschürft werden.

Bitcoin als Inflationsschutz.

Bitcoin (BTC) ist im Vergleich zum Fiatgeld in seine Begrenzung auf knapp 21 Millionen Stück festgelegt. Die Geldmengenausweitung kann man am US-Dollar als Leitwährung als M2 hier entnehmen. M3 wird von der FED (Federal Reserve System, das Zentralbanksystem der USA) nicht mehr angegeben.

"Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen." (Milton Friedman)


Tipp: Tauschen Sie im Chart BTC/EUR in EUR/BTC um und betrachten Sie den maximalen Zeitraum. 

Bitcoin ist wertfrei.

Bitcoin ist das erste Gut der Finanzwelt, dass die Eigenschaft Jekami (Jeder kann mitmachen) besitzt und schließt niemanden aus. Aufgrund seiner Dezentralität ist es unter anderem möglich, dass man keiner Partei (z.B. Banken, Regierungen, etc.) vertrauen muss. Bitcoin gehört keiner zentralen Einheit, einem Staat oder einer Religon an. 

Bitcoin ist dezentral.

Satoshi Nakamoto ist der pseudonyme Schöpfer von Bitcoin, der einzigen dezentralen Kryptowährung der Welt. Hinter Bitcoin steht daher keine zentrale Organisation. Der Schöpfer Satoshi Nakamoto hat sich in der Gründungsphase nicht mit Bitcoins finanziert, was sich wesentlich von allen anderen Kryptoprojekten unterscheidet, neben dem Aspekt des dezentralen Netzwerks von Computern (Knoten). Der Begriff "Dezentralität" kann mit dem Begriff "Schwangerschaft" gleichgesetzt werden: Ein Projekt (Mensch) ist dezentral (schwanger) oder nicht. Ein Zwischenstadium gibt es nicht.

Top 20 Coins der vergangenen Jahre

 Top 20 – 2013 

Top 20 – 2015

Top 20 – 2017

Top 20 – 2021

Themenübersicht:

1.) Wallet


2.) Hash


3.) Mining


4.) Blockchain


5.) Lightning

6.) Kritik & Gefahr

Was ist eine Wallet?

 

  • Eine Wallet ist ein Tool, um Bitcoin zu versenden und zu empfangen.
  • In der Wallet werden keine „Bitcoins“ verwahrt, sondern nur die Schlüssel, um sie auszugeben.
  • Not your keys, not your coins! – Wer die Schlüssel einer Wallet kennt, besitzt automatisch die damit abgesicherten Bitcoin.
  • Es gibt verschiedene Arten von Wallets mit unterschiedlichen Sicherheitsniveaus (z.B. Hot Wallets oder Hardware Wallets).


  • Hot Wallets: Direkt mit dem Internet verbundene Wallets, die in der Regel auf dem Smartphone, als Programm auf dem Desktop PC, oder direkt in Browsern als Erweiterung integriert sind. Sie sind schnell eingerichtet, einfach in der Benutzung und kostenlos. Entsprechend leidet die Sicherheit, da der einfache Zugang und die Verbindung zum Internet gleichzeitig auch Schwachstellen bieten, die von einem Angreifer ausgenutzt werden können. 
  • Cold Wallets: Vom Internet abgekoppelte Wallets, die meistens schwerer zugänglich und mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen versehen sind. Gängig sind hier kleine, auf Sicherheit spezialisierte Mini-Computer, sogenannte Hardware Wallets. Zwar ist die Nutzung einer solchen Wallet mit etwas mehr Aufwand und Anschaffungskosten verbunden, doch dafür genießt man ein höheres Niveau an Sicherheit und kann ruhig schlafen. 


Vereinfacht funktioniert jede Wallet nach dem gleichen Prinzip: Ein zufälliger privater Schlüssel wird erzeugt, aus dem ein öffentlicher Schlüssel abgeleitet wird. Diese „Schlüssel“ sind dabei nichts anderes als sehr große Zahlen. Zwischen dem privaten und öffentlichen Schlüssel besteht aber ein mathematischer Zusammenhang. Dieser ist entscheidend, um eine digitale Signatur, die mit dem privaten Schlüssel erstellt wurde, alleine mit dem öffentlichen Schlüssel, also ohne geheime Informationen, verifizieren zu können. 

Definition von „Kryptographie“

Bitcoin ist die weltweit erste, sogenannte, “Kryptowährung”, da es die erste Währung ist, die durch kryptographische Verfahren gesichert ist und nur dank sogenannter “Kryptographie” funktioniert.
Kryptographie (von griechisch: κρυπτός, kryptós, „verborgen“, und γράφειν, gráphein, „schreiben“) ist die Anwendung mathematischer Verfahren, um Techniken und Algorithmen zu entwickeln, welche die Sicherheit von Informationen schützen. 

Verschlüsselungsverfahren 

Allgemein lassen sich Verschlüsselungsverfahren in 2 Gruppen unterteilen. In symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung. Letztere wird, des Öfteren, auch als „Public-Key-Kryptographie“ bezeichnet und kommt u.a. im Bitcoin-Netzwerk zum Einsatz.

Zum Verschlüsseln einer Nachricht wird ein öffentlicher („Public-Key“) und zum Entschlüsseln der Nachricht, ein privater (geheimer) Schlüssel (“Private-Key”) benutzt. 

Dieses asymmetrische System ist mit dem Einwurf eines Briefes in einen Briefkasten zu Vergleichen. Das Einwerfen der Nachricht entspricht dem Verschlüsseln mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Dieser ist als einziger in der Lage mit Hilfe seines privaten Schlüssels den Briefkasten zu öffnen und die Nachricht zu lesen.

Am Beispiel Bitcoin bzw. in der Welt der Kryptowährungen allgemein, werden dir die beiden Begriffe Public– und PrivateKey häufig begegnen. Jemand kann Geld an eine öffentliche Adresse (Public Key) schicken und nur derjenige, der den zugehörigen privaten Schlüssel (Private Key) hat, kann über diese verfügen.

Aus diesem Grund solltest du stets dafür Sorgen, dass auch wirklich du die einzige Person bist, die den, zu deinen Kryptowährungen zugehörigen, Private Key kennt! 

 Symmetrische Verschlüsselung

 Asymmetrische Verschlüsselung (Public-Key-Kryptographie)

Seedphrase 

Eine Bitcoin Wallet kann man sich auch wie einen großen Baum vorstellen. An der Wurzel dieses Baums steht eine große, zufällige Zahl. Diese ist der absolute Grundstein der Wallet und beeinflusst alle Schlüssel, die später aus ihr abgeleitet werden und hat meistens eine Länge von 12 oder 24 Wörtern.
Diese sind ebenfalls der Backup der eigenen Wallet essentiell!

Hier ein Beispiel einer solchen Zufallszahl, zusammen mit der zugehörigen Seedphrase:
 
159639691159477030235761861086753305317
job slogan brown term alarm use impulse attitude long earn uncover slam 


Ableitungsreihenfolge ist: Seedprivate keypublic key public address 

Das größte gläserne Schließfach der Welt

  • Du kannst dir eine Bitcoinadresse wie ein Schließfach vorstellen.
  • Der Public Key ist die Nummer des Fachs in das du bzw. jeder Coins einwerfen kann.
  • Der Private Key ist der Schlüssel um die Coins aus dem Fach herauszunehmen und auszugeben.


Bitcoin Rich List: https://bitinfocharts.com/de/top-100-richest-bitcoin-addresses.html


BlackRock ETF Wallet: https://intel.arkm.com/explorer/entity/blackrock

Hashalgorithmus SHA-256 

Eine Hashfunktion ist wie ein digitaler Fingerabdruck:
Sie verwandelt beliebige Daten (z. B. einen Text) in eine feste Zeichenkette fester Länge – den Hash. Bitcoin nutzt dafür SHA-256 (Secure Hash Algorithm - Länge des Hashwerts in Bits), das 5 kritische Eigenschaften erfüllt: 

  1. Ein Hash sollte deterministisch sein – Eine Nachricht sollte immer den gleichen Hashwert ergeben.
  2. Ein Hash sollte effizient sein – Die Eingabe kann über die Hash-Funktion schnell zu einer Ausgabe verarbeitet werden.
  3. Ein Hash sollte einseitig sein – Die Ursprungsnachricht darf aus dem Hashwert nicht ableitbar sein.
  4. Ein Hash sollte kollisionssicher sein – Zwei verschiedene Nachrichten dürfen nicht den gleichen Hashwert ergeben.
  5. Kleine Änderungen der Nachricht sollten zu großen Veränderungen des entsprechenden Hashwertes führen.


Was ist ein Hash und wie entsteht er? 

Der Name “Hash” bzw. “Hashfunktion” kommt vom englischen Verb “to hash” und bedeutet zu deutsch “zerhacken”. Du nimmst eine Datenmenge und zerhackst und vertauschst sie um sie in eine andere Form zu bringen. Das Ziel einer Hashfunktion ist es, eine große Eingabemenge auf eine kleinere Zielmenge abzubilden. Die Zeichenfolge, die das Ergebnis dieser Funktion darstellt, wird als “Hash” bezeichnet.


In der Kryptographie wird eine Hashfunktion auch als mathematische Einwegfunktion beschrieben. Ein Text lässt sich in eine Richtung über einen Hash einfach verschlüsseln, während sich der verschlüsselte Text nur sehr schwer in den Ursprungstext zurück rechnen lässt.

Hash-Generator: https://www.hashgenerator.de/

Warum Mining? 

Digitale Währung hat ein Grundproblem:
Wie verhindert man, dass jemand denselben Bitcoin zweimal ausgibt
In zentralen Systemen (z. B. Banken) lösen das Server – aber Bitcoin ist dezentral.

Lösung: Alle Teilnehmer müssen sich auf eine gemeinsame Transaktionshistorie einigen – und Manipulation muss unwirtschaftlich sein. Hier kommt Mining ins Spiel.

Proof-Of-Work-Mining

Satoshi Nakamoto stellte im Oktober 2008, mit dem Bitcoin-Whitepaper, einen Mechanismus für ein dezentrales, rein digitales, Zahlungsnetzwerk vor und damit auch einen Ansatz das Double-spending Problem zu lösen. 


Miner müssen 'Arbeit' (Rechenleistung) investieren, um Blöcke zu erstellen. Das sichert das Netzwerk:

  • Arbeitsnachweis: Jeder Block enthält einen Hash, der bestimmte Bedingungen erfüllt (z. B. muss er mit Nullen beginnen).
  • Wettbewerb: Nur wer zuerst einen gültigen Hash findet, darf den Block anhängen und erhält Belohnung.
  • Konsequenz: Um die Historie zu fälschen, müsste ein Angreifer >50% der Rechenleistung kontrollieren – unrealistisch teuer!


Um Bitcoin-Mining zu erklären, werden eigentlich immer Analogien zu Hilfe genommen. Das fängt schon beim Namen selbst an. Der Vergleich zum klassischen Abbau von Gold (engl. Gold mining) ist für ein tiefgreifendes Verständnis zwar viel zu ungenau, transportiert aber dennoch eine grundlegende Eigenschaft.

Mining-Hashrate: https://mempool.space/de/mining

Hashes beim Proof-Of-Work 

Für Kryptowährungen wie Bitcoin werden, allen voran beim Prozess des Minings, Hashfunktionen benötigt. Die sogenannten Miner versuchen hierbei nämlich einen Hash zu finden, der vorgegebenen Voraussetzungen beziehungsweise Regeln entspricht. 

 

Während des Mining-Prozesses wird im Endeffekt nichts anderes gemacht, als verschiedene Eingaben mit einer Hashfunktion durchzuprobieren um am Ende eine gültige Ausgabe (Hashwert) zu erhalten, die den Anforderungen der aktuellen Mining-Difficulty entspricht.

[VIDEO 28:27]: Proof of Work anhand Simulation anschaulich erklärt!

Das Bitcoin-Mining

Bitcoin-Mining auf technischer Ebene zu erklären ist die einzige Möglichkeit, alle wichtigen Aspekte miteinander zu verbinden, um ein tiefes und vollständiges Verständnis zu ermöglichen. Es funktioniert wie ein Würfelspiel!


Im Folgenden schauen wir uns also den Prozess an, der darüber entscheidet, wann ein Miner einen gültigen Block „gefunden hat“, diesen an die bestehende Kette anhängen und sich dafür eine Belohnung auszahlen darf.

Klein Gewinnt

Stellen wir uns beispielhaft einen 1000-seitigen Würfel vor. Um das Spiel zu gewinnen, muss eine Zahl gewürfelt werden, die kleiner als der festgelegter Zielwert ist.
Beispielhaft die Zahl 10. Alle Spielteilnehmer beginnen nun also fleißig zu würfeln, bis jemand Glück hat und eine Zahl zwischen 1 und 10 gewürfelt hat.

Merke: Je öfter gewürfelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Zeitraum (bei Bitcoin ~10 Minuten) eine gültige Zahl zu würfeln. 

Schwierigkeitsanpassung

Spielteilnehmer kommen früher oder später auch auf die Idee, die Anzahl an Würfen pro Sekunde (hier mehr Rechenpower) zu erhöhen. Das Spiel wird entsprechend viel häufiger gewonnen, da in der gleichen Zeit häufiger gewürfelt wird. Irgendwann ist das Spiel dann zu einfach. 


Die "Difficulty" wird alle 2.016 Blöcke (das entspricht etwa zwei Wochen) angepasst.

  • Ziel: Im Schnitt alle 10 Minuten ein neuer Block.
  • Mehr Rechenpower? → Difficulty steigt.
  • Weniger Power? → Difficulty sinkt.


Blöcke würfeln

Ein Miner ist zunächst eine ganz normale Bitcoin Node, also ein Teilnehmer im Netzwerk, der Transaktionen erhält, verifiziert und weiterleitet. Mit diesen, noch nicht bestätigten, Transaktionen baut er jetzt so etwas wie einen Blockprototyp. Dieser Prototyp hat alles, was ein gültiger Bitcoin Block haben muss; mit einer Ausnahme: Er hat noch keinen gültigen Arbeitsnachweis.

Der Miner jagt also seinen Blockprototyp durch die Hashfunktion und zurück bekommt er eine Zahl, womit ein Würfelversuch beendet ist. Denn auch im Bitcoin-Netzwerk gibt es wie beim Würfelspiel einen Zielwert, der unterschritten werden muss. Hatte der Miner bei diesem Versuch kein Glück, verändert er ein winziges Detail im Blockprototyp und rechnet erneut den Hashwert aus.

Erfüllt der Blockhash die aktuellen Spielregeln, hat der Miner einen gültigen Block „gefunden“. Diesen kann er jetzt im Bitcoin-Netzwerk veröffentlichen. Es ist also nicht möglich einen falschen Hashwert vorzutäuschen, denn dieser hängt schließlich eindeutig vom Block selbst ab.

Der Zielwert kann ebenso wenig manipuliert werden: Jeder Netzwerkteilnehmer kann sich diesen nämlich selbst ausrechnen, indem er sich die Blöcke der vergangenen zwei Wochen anschaut. Daraus kann ermittelt werden, ob das Spiel aktuell zu schwierig oder zu einfach ist.

Einen einzelnen Hashwert zu berechnen, ist für einen Computer kein Problem. Es werden also keine „komplizierten mathematischen Rätsel“ gelöst, sondern es wird einfach nur gewürfelt. Immer und immer wieder. Um nach durchschnittlich 10 Minuten einen gültigen Block zu finden, benötigt das Bitcoin-Netzwerk dafür aktuell ungefähr 400 000 000 000 000 000 000 Versuche, jede Sekunde.

Jemand hat nach einigen Versuchen die Zahl 7 gewürfelt und damit diese Runde des Spiels gewonnen. 

Nach der Schwierigkeitsanpassung geht es durchschnittlich länger bis man eine gültige Zahl (jetzt kleiner als 5) gewürfelt hat. Das Spiel wurde schwerer. 

Bitcoin als Anreiz für den Aufbau erneuerbarer Energien

Diese Möglichkeit für Bitcoin-Miner, ihren Stromverbrauch in Zeiten eines Überangebots oder einer geringen Marktnachfrage dynamisch zu gestalten, kann einen zusätzlichen Anreiz für den Aufbau erneuerbarer Energien bieten.
Auch das World Economic Forum (WEF) hat in einem im Jahr 2022 veröffentlichten Artikel betont, dass Krypto-Mining als Katalysator für Projekte erneuerbarer Energien dienen könnte. 

Die „Innovation“ Blockchain

Die Transaktionen sind in Datenblöcken zusammengefasst und chronologisch miteinander verkettet. Hier kommt das berühmt-berüchtigte Buzzword „Blockchain“ ins Spiel.
Anders als häufig dargestellt ist eine Blockchain allerdings keine spannende Innovation, sondern vielmehr Mittel zum Zweck

Die Innovation liegt im Mechanismus, der darüber entscheidet, wann die Blockchain um einen neuen Block erweitert werden darf und welche Kette überhaupt die Gültige ist.
Mit Proof of Work wird genau das ermöglicht. Ohne zentrale Zwischeninstanz, alleine mithilfe von Mathematik und spieltheoretischen Anreizen.

  • Eine Blockchain ist eine Datenbank.
  • Sie wird nicht zentral verwaltet und gespeichert sondern ist verteilt auf viele Rechner im Netzwerk.
  • Die Vorteile einer Blockchain gegenüber zentralen Datenbanken liegt in der Sicherheit bzw. Zensurresistenz.
  • Dafür funktioniert sie jedoch deutlich ineffizienter als zentralisierte Pendandts.

Was ist ein Mempool?

Mempool ist die Abkürzung für „Memory Pool“ (z.Dt. „Speicherpool“). Ein Mempool ist sehr eng mit dem Prozess des Minings verbunden. Du kannst dir diesen wie einen Wartebereich vorstellen, in dem Transaktionen verweilen, bis sie von einem Miner für einen Block ausgewählt werden.  

Die Aufnahme der verifizierten Transaktion in einem Block

Die Transaktionsgebühren gehören neben der Block-Subvention zu der Belohnung der Miner für ihre Arbeit und der Platz in einem Block ist begrenzt und die maximale Blockgewicht (4 MB) begrenzt. 
Für die Miner besteht ein wirtschaftlicher Anreiz, die Transaktionen mit den höchsten Gebühren zu priorisieren.

Der Zweck des Mempool ist somit nicht nur die Übermittlung unbestätigter Transaktionen, sondern auch die Versorgung der Miner mit Transaktionen, damit sie Mining betreiben können.

Visualisierung eines Mempool wie ein Bahnhof: https://txcity.io/v/btc

Verteilung der Gebühren: https://jochen-hoenicke.de/queue/#BTC,all,weight

"Second Layer" für Bitcoin - Lightning

Bitcoin wurde erschaffen, um eine sichere, freie, nicht manipulierbare und nicht zensierbare Alternative zu den bestehenden Geldsystemen dieser Welt zu bieten und ist ausgeprägt mit zwei Eigenschaften: Sicherheit und Dezentralität

Hal Finney, einer der frühesten Bitcoin-Pioniere und Empfänger der ersten Bitcoin Transaktion sagte bereits im Jahr 2010 folgendes: 

Bitcoin selbst kann nicht so skalieren, dass jede einzelne Finanztransaktion auf der Welt an jeden übertragen und in die Blockchain aufgenommen werden könnte. Es muss eine zweite Ebene von Zahlungssystemen geben, die leichter und effizienter ist.

Hal Finney im Jahr 2010

Geblockte Bitcoin im Lightning-Netzwerk

 Welche Kritik & Gefahren gibt es? 

  • Bitcoin können Regierungen verbieten
    → NEIN! Bitcoin ist im Grunde nichts weiter als Software bzw. ein Netzwerk, welches über die ganze Welt verteilt ist. Es wäre vergleichbar damit, das Internet verbieten zu wollen. Es ist schlicht nicht möglich. Verboten bzw. reguliert werden können nur lokale Zugänge zum Netzwerk. Aber dass dies weltweit und gleichzeitig geschieht, ist mehr als unwahrscheinlich. Aktuell sehen viele Länder Bitcoin sogar auch eher als Chance und nicht als Gefahr.
  • Bitcoin verwenden nur Kriminelle
    → NEIN! In der Anfangsphase des Bitcoin-Netzwerks waren Kriminelle tatsächlich ein nicht unerheblicher Anteil der Nutzer. Mittlerweile ist das gesamte System aber relativ stark reguliert und darüber hinaus nicht wirklich anonym. Der Großteil der Nutzer sind heute ehrliche Bürger und legale Institutionen. Sogar große Firmen wie PayPal oder BlackRock setzen mittlerweile auf Bitcoin.
  • Bitcoin hat keinen intrinsischen Wert
    → So etwas wie „intrinsischen Wert“ gibt es nicht. Werte entstehen immer durch Menschen, die etwas einen Wert beimessen, z.B. weil sie es für die industrielle Verarbeitung nutzen können. Für viele Millionen Menschen auf dieser Welt ist aber ein freies und nicht zensierbares Geldsystem von größerem Wert, als beispielsweise ein Industriemetall.
  • Eine Bitcoin Transaktion verschwendet viel Strom
    → Es ist tatsächlich so, dass viel Strom in das Bitcoin Netzwerk fließt, allerdings wird diese Energie dazu verwendet das Netzwerk zu sichern und vor Angriffen aller Art zu schützen. Die Energie wird also nicht verschwendet sondern dafür verwendet, ein weltweites und freies Geldsystem zu sichern. Im Vergleich zu den bestehenden Geldsystemen ist diese Energie im übrigen nur ein Bruchteil und zum aktuellen Zeitpunkt kommt sie bereits zu über 50% aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus benötigt Bitcoin nicht unbedingt „viel Strom“, sondern vielmehr „hohe Kosten“. Würde Strom insgesamt teurer werden, würde das Netzwerk auch weniger Strom verbrauchen müssen, um die gleiche Sicherheit zu garantieren.
  • Quantencomputer werden Bitcoin zerstören
    → Sehr unwahrscheinlich. Quantencomputer (Bits = 0 oder 1; Qubits mehrere Zustände) sind in absehbarer Zeit noch nicht wirklich dazu geeignet die Verschlüsselungsverfahren des Netzwerks zu brechen. Sobald dies auch nur ansatzweise zu einem Problem werden würde, könnten die Verschlüsselungsverfahren im Bitcoin-System durch einen gemeinsamen Beschluss der Netzwerkteilnehmer entsprechend angepasst werden. Quantencomputer sind also kein Problem. Der erste Adresstyp mit P2PK (Pay-to-Public-Key) wäre gefährtet, da der öffentliche Schlüssel ersichtlich ist. Mit P2PKH und fort folgnde Adressen, wird über eine Hashfunktion freigegeben. Seine eigenen Bestände kann man sichern, wenn aus der genutzen Wallet noch nie eine Transaktion gesendet worden ist, sondern nur empfangen. So bleibt der öffentliche Schlüssel verschleiert.
  • Eine deflationäre Währung kann nicht funktionieren
    → Ein Mensch, der sein Leben lang eingetrichtert bekommt, dass Inflation etwas Gutes ist, kann sich nur schwierig mit dem Gedanken anfreunden, dass auch ein deflationäres System funktionieren könnte. Tatsächlich müsste sich das Mindset der Menschheit erst entsprechend anpassen. Aber auch dann würden die Menschen weiter produzieren und konsumieren. Allerdings würde der Anstieg des Geldwertes zu einem bewussteren Konsum und zu qualitativ hochwertigeren Produkten führen. Bitcoin hätte dadurch einen positiven Einfluss auf unsere Wegwerfgesellschaft und somit auch auf unsere Umwelt.
  • 21 Millionen Bitcoin sind zu wenige für die gesamte Welt
    → Nach den Regeln, die aktuell im Bitcoin-Protokoll niedergeschrieben stehen, lässt sich jeder einzelne Bitcoin in 100 Millionen Untereinheiten aufteilen. Diese kleinsten Einheiten nennt man, in Anlehnung an den Erfinder, „Satoshi“

Der Generationen Kampf

Bitcoin hat seit seiner Entstehung verschiedene Entwicklungsphasen durchlaufen, die von unterschiedlichen Visionen und Ideologien geprägt waren. Jede neue Generation kämpfte gegen die vorherige – und jede glaubte, den einzig wahren Weg für Bitcoin gefunden zu haben. Doch wer hatte recht? Und wohin führt die Reise?

Die Erste Generation: Bitcoin als "Internet of Money" 

(2009–2016)

In den Anfangsjahren war Bitcoin vor allem ein experimentelles Zahlungsmittel, das außerhalb des traditionellen Finanzsystems operierte. Die erste Generation, verkörpert durch Persönlichkeiten wie Roger Ver, sah Bitcoin als Werkzeug für freien, unzensierten Handel – am deutlichsten sichtbar auf Plattformen wie Silk Road.

In dieser Ära gab es keine Alternative: Wer Dienstleistungen oder andere Kryptowährungen (Altcoins) wollte, musste Bitcoin nutzen. Es war die Zeit der Dezentralisierung, der Anti-Bank-Haltung und der Pioniergeist einer Bewegung, die das Finanzsystem revolutionieren wollte.

Die Zweite Generation: Bitcoin als "Digitales Gold" 

(2016–2022)

Mit den Winklevoss-Zwillingen und anderen institutionellen Befürwortern begann die zweite Phase: Bitcoin sollte legitimiert werden. Neue Use Cases entstanden:

  • Digitales Gold – ein Inflationsschutz und Wertaufbewahrungsmittel
  • Nicht-zensierbare Transaktionen – für politisch unterdrückte Regionen
  • Finanzinnovationen wie ICOs, NFTs und DeFi-Protokolle

Doch viele dieser Anwendungen scheiterten bis 2022, weil sie keinen echten Mehrwert boten. Trotzdem war das Ziel dieser Generation klar: "Fight the Banks" – eine Alternative zum staatlichen Geldsystem schaffen und möglichst viele Menschen ins Bitcoin-Netzwerk bringen. 

Die Dritte Generation: Bitcoin als "Digitale Knappheit"

(2022–heute)

Seit 2022 dominiert eine neue Strömung, angeführt von Michael Saylor und Unternehmen wie MicroStrategy. Bitcoin wird nicht mehr als Zahlungsmittel, sondern als strategisches Reserve-Asset betrachtet.

  • Bitcoin in Unternehmensbilanzen – als Absicherung gegen Inflation
  • Bitcoin-ETFs – zentrale Verwaltung durch Vermögensverwalter
  • Integration in Regierungen – El Salvador als Vorreiter

Doch diese Generation agiert wie eine Sekte: Nur Bitcoin zählt, alles andere sind "Shitcoins". Die ursprüngliche Vision eines dezentralen Zahlungsnetzwerks rückt in den Hintergrund. Die Wallet-Nutzung sinkt, die Adoption stagniert – im Widerspruch zu den Zielen der früheren Generationen. 

Wer hat recht? Der Preis entscheidet.

Über die Jahre ist der Bitcoin-Preis immer weiter gestiegen – und damit schien stets die letzte Generation recht zu behalten. Doch was bleibt, ist die Frage:

Wird Bitcoin jemals sein ursprüngliches Ziel erreichen – oder wird es am Ende doch nur ein Spielball der Institutionen?

Die Geschichte von Bitcoin ist noch nicht zu Ende geschrieben. Der Generationenkampf geht weiter.


Bitcoin im Griff der USA: BlackRock, ETFs und die Zentralisierungsfalle

Bitcoin wurde einst als dezentrales, zensurresistentes Geld geschaffen – doch heute konzentriert sich die Macht immer mehr in den Händen weniger US-Giganten. BlackRock, Coinbase und die neuen Bitcoin-ETFs bestimmen, wohin die Reise geht. 

Die Machtverschiebung: Bitcoin wird amerikanisiert

Mit der Zulassung der Spot-Bitcoin-ETFs Anfang 2024 hat sich das Kräfteverhältnis dramatisch verändert:

  • BlackRock, Fidelity & Co. kontrollieren einen wachsenden Anteil aller Bitcoins.
  • Coinbase verwahrt als größter Custodian die Mehrheit der ETF-Bitcoins – ein single point of failure.
  • Die USA dominieren die Bitcoin-Liquidität, während andere Märkte (Europa, Asien) an Einfluss verlieren.

Bitcoin ist nicht mehr das volksnahe, grenzenlose Netzwerk der frühen Tage – es wird zum Spielball der Wall Street.

BlackRock als heimlicher Bitcoin-CEO: Wer entscheidet über Forks?

Noch bedenklicher ist eine Klausel in den ETF-Bedingungen:

"Im Falle eines Hardforks behält sich der Fonds vor, selbstständig zu entscheiden, welcher Fork unterstützt wird."

Das bedeutet: BlackRock & Co. könnten künftig bestimmen, welche Bitcoin-Version "die richtige" ist. Sollte es zu einer kontroversen Abspaltung kommen (wie 2017 bei Bitcoin Cash), würden nicht mehr Miner, Nodes und Nutzer entscheiden – sondern eine Handvoll Finanzkonzerne.


Die Ironie der Geschichte: Vom Anti-Bank-Tool zum Banken-ETF

Die frühen Bitcoin-Pioniere kämpften gegen das Finanzsystem – heute ist Bitcoin Teil des Systems:

  • Die zweite Generation ("Fight the Banks") wollte Banken umgehen – jetzt halten die größten Banken der Welt Bitcoin in ETFs.
  • Die dritte Generation ("Bitcoin als Unternehmensreserve") feiert MicroStrategy, während normale Nutzer sich BTC kaum noch leisten können.
  • Satoshis Vision eines peer-to-peer-Electronic-Cash-Systems wird zugunsten eines Anlagevehikels aufgegeben. 

Die Vierte Bitcoin-Generation: Wohin geht die Reise?

Die dritte Generation (ab 2022) hat Bitcoin in den Mainstream gedrängt – doch ist das der Endpunkt? Oder steht eine vierte Phase bevor, die alles wieder verändert?


Mögliches Szenario: "Bitcoin als Staats-Reserve" (2025–2030+)

  • Ziel: Bitcoin wird von Nationen als offizielle Reservewährung gehalten (wie El Salvador, aber global).
  • Treiber:
    • Hyperinflation in Schwellenländern → Staaten flüchten in BTC.
    • Geopolitische Spannungen → De-Dollarisierung durch Bitcoin.
    • BlackRock & Co. werden zu "Bitcoin-Banken", die BTC an Regierungen verleihen.
    • ETFs saugen Liquidität auf. Bitcoin wird wie ein verwaltender Rohstoff (ähnlich Gold-ETFs).
    • Donald Trump verkörpert die vierte Generation (Bitcoin-Wahlkampf)
  • Risiko: Bitcoin wird zum Tool der Machtpolitik – wer die meisten Coins hält, kontrolliert das Netzwerk.

BlackRock ETF eine Gefahr

Im Text steht, dass der Sponsor des iShares Bitcoin Trust ETF bei einem Fork des Bitcoin-Netzwerks entscheidet, welcher der entstandenen Vermögenswerte als Bitcoin betrachtet wird. Der andere Vermögenswert wird als "Incidental Right" oder "IR Digital Asset" behandelt und gemäß den im Prospekt beschriebenen Verfahren dauerhaft und unwiderruflich aufgegeben. 
Die Entscheidung des Sponsors basiert auf seinem alleinigen Ermessen, wobei er den Vermögenswert auswählt, der seiner Meinung nach allgemein als Bitcoin akzeptiert wird. Dies wird unter den Abschnitten „The Offering—Forks“ und „Risk Factors—A temporary or permanent “fork” could adversely affect the value of the Shares. In addition, Shareholders will not receive the benefits of any Incidental Rights and any IR Digital Asset, including any forked or airdropped assets“ sowie gemäß dem Trust Agreement beschrieben.